*FREILICHTAUFFÜHRUNG IN GLURNS*
am 14. und 15. Juli auf der Freilichtbühne von
Glurns – 20.30 Uhr
*Das Nibelungenlied „Blumen, nass von Blut“
– Helmut Zorell erzählt, spielt und kommentiert
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Es scheint, als sei Heldentum etwas, was Männer
unter sich ausmachen:
Sie kämpfen gegeneinander und wer übrig bleibt,
ist der größere Held.
Das Nibelungenlied wirft jedoch regelmäßig
Seitenblicke auf eine dritte Gruppe von Beteiligten: auf
die Frauen der besiegten Helden. Sie weinen.
Helden sind also genau dadurch Helden, da sie Frauen
zum Weinen bringen, indem sie andere Helden besiegen.
Und das tun sie dann auch im Nibelungenlied. Mit allen
Mitteln. Zu diesem Zweck kämpfen und siegen sie
nicht nur gegen andere Männer. Sie nehmen auch
den direkten Weg: sie tricksen die Frauen aus und betrügen
sie, sie vergewaltigen, prügeln und berauben sie.
Und die Frauen weinen. Weinen viel – sinnen dabei
auch auf Rache. Und wo bleibt die Liebe? Wird nicht
auch aus Liebe gekämpft? „Doch, doch natürlich!
Die Liebe gerät nur eben sehr leicht in Vergessenheit,
wenn man so viel mit dem Heldentum zu tun hat“,
meint Hubertus Zorell, dem es immer wieder gelingt,
das Publikum mit dem Nibelungenlied in seinen Bann zu
ziehen.
Unverfälscht und unpolitisch schildert er die
Geschichte des Helden Siegfried und seiner Kriemhild,
in der neben all den Kämpfen und Rachegelüsten
das Wichtigste fast vergessen wird: die Liebe.
Kartenbestellung beim Tourismusverein Glurns unter
Tel. 0473 83 10 97
Bei schlechter Witterung findet die Aufführung
im Stadtsaal statt. |
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